Irgendwas ist ja immer...

Veröffentlicht auf von Zong

Da heute Montag ist, fürchte ich, ich hab das Wochenende verschlafen. Overblog bestraft mein zweitägiges internetliches Desinteresse mit einem deutlichen Absacken des Blogrankes. Traurig. Aber nicht so schmerzerfüllend, daß es mich zu tiefst treffen würde.
Nein, die Tränen in meinem Augen sind eher den Rückenschmerzen geschuldet, die mir bei jeder größeren Bewegung durch den Körper fahren. Kurzzeitig habe ich tatsächlich überlegt, welcher Depp die wichtigen Ordner ganz oben ins Regal stellen mußte. Bis mir einfiel, daß in meinem Büro nur einer sortiert und da wollte ich die Antwort auf die vorhergehende Frage gar nicht wirklich hören.

Jedenfalls kann ich es nicht empfehlen, einen teilweise überfüllten Regionalexpress als Schlafstätte zu nutzen. Auch vier Stunden Fahrzeit ändern nichts daran. Es ist unbequem. Und solange ich niemanden zum Kuscheln habe, der mich vor allzu unangenehmen Fehlhaltungen bewahrt, seid euch versichert, mein Nacken hat seinen Mißmut mehr als deutlich gemacht. Aber ich kann nicht anders. So bald sich ein Gefährt bewegt, fallen mir die Augen zu, es sei denn, diese sind damit beschäftigt, den Inhalt eines Buches in den Zwischenspeicher meines Gehirns zu laden.

Hat auf dem Hinweg auch prima funktioniert. Als hätte ich es genau geplant, schlug ich die letzte Seite des Buches auf, fünf Minuten bevor ich meinen Zielort erreichen sollte. Aber wie konnte es auch anders sein. Ich kam zu spät. Hier vereinten sich mal wieder mein persönliches Karma mit dem leider nicht immer unbegründeten schlechten Ruf der DB. Ergebnis war eine - zumindest in meinen Augen - recht humane Verspätung von nur 30 Minuten. Nun.. 30 Minuten, die mein Abholdienst zitternd allein in der Kälte stand. *unschuldigguck* Im Zug war geheizt - sehr gut sogar. Konnte aber auch daran liegen, daß sich dort weit aus mehr Menschen befanden, als es Sitzplätze gab.

Mein Sitznachbar war allerdings einer der zappeligen Sorte und lies es sich nicht nehmen, alle sieben Minuten die Haltung zu wechseln, inklusive Tischchen klappen und sich auf den Sitz hocken, um mit den Hinter"männern" in einer Sprache zu sprechen, die mich entfernt an Englisch erinnern sollte. Daß ich immer wieder unfreiwilligen Kontakt mit seinem Schuh hatte, störte ihn augenscheinlich weitaus weniger als mich.
Aber gut, ich wollte dieses Wochenden mal ausnahmsweise nicht allzu zynisch sein. So verknief ich mir die blöden Sprüche, die der Herr im Zweifelsfall eh nicht verstanden hätte und beließ es bei einem bösen Blick, der zwar mit Unverständnis quittiert wurde, aber sonst keinerlei Wirkung zeigte. Ich gebe zu, ich war auch schon mal eindrucksvoller *grummel*

Die Rückfahrt hingegen setze dem ganzen die Krone auf. Nicht, daß der Zug leerer war. Nein, auch hier sollte jeder auf seine Kosten kommen, der auf Vollkörperkontakt steht. in Ermangelung absehbarer Bewegungsfreiheit im eigentlichen Großraumabteil des Regionalexpresses, entschied ich mich für den weniger weichen, dafür noch freien Klappsitz nahe der Tür. Zielstrebig bewegte ich mich mit einem Gesichtsausdruck darauf zu, der potentielle andere Interessenten klar sagen sollte "MEINER" Punkt. Der ältere Herr, der bereits saß, schien es sofort zu verstehen.
Stirnrunzelnd nahm ich zur Kenntnis, wie er "meinen" Sitz herunterklappte... öhm... ja... für mich... ok... nett... Ich bedankte mich, nahm Platz und musterte mehr oder weniger unauffällig meine Leidensgenossen. Mir gegenüber saß ein Mann, der das selbe tat, aber von >unauffällig< wohl nicht viel hielt. Später sollte es sich herausstellen, daß er und dieser Herr an meiner Seite zusammengehörten. Mein Instinkt sagte mir Vater und Sohn, aber ich habe nicht danach gefragt. Warum auch, der eine hat seine Finger immer wieder ganz aus Versehen an meinem Knie, der andere glotzt einfach nur blöde. Herrlich... Ist denn schon wieder Karneval? Was zum Teufel hatte ich auf der Stirn stehen? Wäh...

Ich war müde. Und sich bewegende Fahrzeuge haben nun mal einschläfernde Wirkung auf mich... schon als Kind... wenn man den - oftmals peinlichen - Geschichten meiner Eltern glaubt. Nicht selten wurde ich ins Auto oder den Fahrstuhl gepackt, damit ich endlich mit dem Plärren aufhörte und schlief. Heute plärre ich nicht mehr, oder zumindest nur noch recht selten...
Nun, bevor ich mich dem unruhigen Zugschlaf hingeben konnte, mußte ich hier weg. Und zwar dringend. Ich meine, ich kann auch nett meine Meinung sagen, aber ich mag nicht :p Also suchte ich mir dann doch ein anderes Plätzchen.. dieses Mal ohne Nachbarn. Nach ein paar weitere Haltestellen war mir auch tatsächlich das Glück hold. Eben mit Ausnahme, der heutigen Verspannungen. Aber hey - Irgendwas ist ja immer...
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Veröffentlicht in Persönliches

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S
<br /> Etwas Fahrendes? Nee. Gleich in nen vollen Zug mit allem, was es gibt. Teenagergeschwafel, Babygeschrei, alte Leute, Biertrinker, Schnarcher und nicht zu vergessen die Kettenraucher, die alle 5<br /> Minuten aufs Zugklo gehen, müssen alle mitgenommen werden. Der Zug hat natürlich Versoätung und die Heizung fällt aus.<br /> <br /> *hrhrhr*<br /> <br /> PS: Ich glaube, ich mache mich unbeliebt. :)<br /> <br /> <br />
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Z
<br /> <br /> öhm... joar... aber gut, daß dich als Pendler das auch alles selbst ereilt!<br /> <br /> <br /> <br />
Y
<br /> Lass mich raten, noch heut gibt es gewisse Herren die ab und an ersthaft mit dem Gedanken spielen dich einfach in etwas Fahrendes zu setzen... ;)<br /> <br /> <br />
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Z
<br /> <br /> *lach* oh ja... ich fürchte schon...<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Für die Nettigkeit werde ich zwar büßen müssen. Aber man ist ja auch nur einmal im Leben nett zu ner Frau. xD<br /> <br /> <br />
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Z
<br /> <br /> *schmunzel* Ja, ich hab dich auch gern... :P<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Nicht? Na gut. Dann ist die Maus eben männlich. Dann ist die Frauenwelt schon mal fein raus.<br /> <br /> <br />
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Z
<br /> <br /> ^^<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Würde er sich nie erlauben. Die Maus ist ne Metapher. ;) Ich meine damit natürlich nen Menschen. Welchen darfst du dir aussuchen. :p<br /> <br /> <br />
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Z
<br /> <br /> DAS wollte ich ja nun nicht hören. Aber gut, ich nehme es hin.<br /> <br /> <br /> <br />