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Veröffentlicht auf von Zong

Seit ungefähr kurz vor zwei Uhr heute Nacht hallen die penetrant lauten Absätze meiner Schuhe nun also wieder über deutsche Pflaster. Nicht, daß mich das nun unbedingt glücklich stimmen würde, andere Pflaster wären mir lieber...

Halt warte, nein, heute Nacht war ich froh, endlich daheim zu sein. Gut, heute Nacht wäre ich in jedem Fall froh gewesen, irgendwo anzukommen und endlich da zu sein.

 

So ein letzter Urlaubstag zieht sich doch gewaltig, wenn man seit circa dem Frühstück auf gepackten Koffern sind und es sich selbst der optimistischte Mensch nicht mehr mehr verleugnen kann, daß die letzten freien Stunden angebrochen sind. Da ändert es auch nichts daran, wenn die Abreise erst auf die Abendstunden fällt. Zumindest die Abreise zum Flughafen. Über eine Stunde, die man in einem viel zu beheizten BNus verbringt mit der quälenden Frage, warum zum Teufel sich die Lehne des Vordermannen so schmerzhaft in die Knie gräbt... Nun gut, zusammenfassend läßt sich also sagen, der gestrige Tag bestand aus Warten... auf den Bus warten, auf die Ankunft am Flughafen warten, auf der/die/das Check-In warten, auf das Flugzeug warten, auf das verspätete Flugzeug warten, immernoch auf das doofe Flugzeug warten.. und dann... ja, dann auf die Landung warten und dann nochmal ganz kurz aufs Gepäck. Zumindest brauchten wir nicht mehr auf die UBahn warten. Die fuhr zum Zeitpunkt der Landung nämlich eh nicht mehr.

 

Aber abgesehen von dem depimierenden Ende, gab es an der Reise ansonsten nicht viel auszusetzen. Sommer, Sonne Sand.. oh ja... viel Sand, in den Schuhe, in den Klamotten... egal... und stellenweise zu viel Sonne... böses Dings. Da paßt man einmal nicht auf, und schon rennt der Schatten vom Sonnenschirm davon und man bezahlt die kleine Unachtsamkeit mit feuerroten Beinchen noch am selben Abend. Pfuuhhh... Nun ja, damit hatte mich ganz touristenmäßig der Umgebung angepaßt. Und ich kann jetzt sagen - ja, manchmal tut Dummheit doch weh... ziemlich sogar...

Zumindest hatte ich mal Farbe... Das Rot hat sich inzwischen erledigt aber hey, ich bin nicht mehr ganz so blass wie letzten Montag um diese Zeit. Ziel erreicht... oder so....

 

Jetzt suche ich noch ein Plätzchen für die kleinen schwarzen Elefanten aus Lavagestein laut Touristenfalle.. äh.. SouvenierShop und ein Ring aus dem selbem Material ziert den Ringfinger meiner rechten Hand. Ja, ich hab mir selbst Geschenke gemacht... hrrr... Neben den Postkarten werden diese Kleinigkeiten wohl die einzigen materiellen Erinnerungen bleiben. Könnte an der fehlenden Fotoausrüstung liegen.. womöglich... man weiß es nicht...

 

Wie auch immer. Ich liebe das Meer. Das Meer und seine unterschiedlichen Gesichter, die die Elemente gemeinsam gestalten. Gut, es ist nass... aber irgendwas ist ja immer...

Nein. Fehler kann man es nicht nennen. Und doch... Nun, wenn die Wind die Wellen an Land trägt, nimmt das Wasser meine Gedanken mit auf Reisen. In die Zukunft, in die Vergangenheit, in mich. Und nicht alles, daß ich dann sehe, gleicht dem Sonnenschein der vergangenen Tage (wenn man mal von dem einem Regentag absieht). Und noch immer weigere ich mich, zu schreiben, was ich nicht aussprechen kann. Doch zumindest denke ich wieder - mal mehr, mal weniger..

 

Vorwärts vorwärts.. muss Schuhe kaufen... muß denken... muß Steak essen...

Ja, ich bin nicht normal...

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Veröffentlicht in Persönliches

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