Stille Momente... oder so

Veröffentlicht auf von Zong

Manchmal erfährt man Dinge, die man gar nicht wissen will. Aber wer fragt einen schon vorher. Jedenfalls findet man auf dem stillen Örtchen in so manchen Haushalten Anlässe, sich über den Eigentümer doch so seine Gedanken zu machen.

Ein ganzer Stoß von Rätselzeitungen deutet wohl auf längere Sitzungen hin. Obwohl ich mir dafür auch bequemere Sitzgelegenheiten vorstellen könnte. Dann gibt es da noch den Gehäkelten Klorollenüberzug. Nein, auch dieser ist noch nicht ausgestorben, nur von der Hutablage des Autos in weniger öffentlich einsichtige Räumlichkeiten verbannt worden. Mein Favorit sind diese kleinen Witzekalender... *räusper* Da kann man viel leichter entspannen.
Bei mir daheim steht ein Leuchtturm umher - ohne Licht. Dabei wäre mir mein Quietscheentchen viel lieber. Ups, hab ich das jetzt tatsächlich geschrieben?

Naja, eigentlich trieb es mich auf diesen Gedankenausflug nur, weil ich gerade einen Kollegen auf den Mittelpunkt dieses Themas zustreben sah. Und das mit der letzten Mitarbeiterzeitung unterm Arm. Und nein, fehlendes Papier gereicht hier nicht zur Entschuldigung. Denn das ist etwas, an dem es diesem Unternehmen nun wahrlich nicht fehlt - wofür man in mancherlei Situation wohl äußerst dankbar ist. Trotzdem, was will man mit dem Propagandablättchen dort? Doch wohl hoffentlich nicht lesen.

Schließlich ist das immer noch von dem selben Arbeitgeber, der mir verbietet in der Öffentlichkeit meine Meinung zu verbreiten, wenn diese nicht mit den Werbesprüchen der MarketingAbteilung überein stimmt. Dementsprechend selbstbeweihräuchernd ist auch das Geschreibsel unter der roten Überschrift.
Wahrscheinlich hat irgendein leicht ironisch angehauchter Entscheidungsträger nicht umsonst das Design immer näher an die Aufmachung der BILD-Zeitung angepaßt. Wenn ich s nicht besser wüßte, würde ich gar vermuten, daß die selben Schreiberlinge die Texte verfassen... Nur die Fotos... also, die reichen mitunter nicht an das heimliche Vorbild heran. Schade eigentlich. Vielleicht gäbe das mehr Beachtung unter der Belegschaft.
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